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Mittwoch, 09.03.2016

Die Geschichte der Fliese

Wie die Fliese in unsere Wohnungen kam

Fliesen sind die älteste bekannte Wand- und Bodenbekleidung der Welt. Schon etwa 2000 v. Chr. wussten die Menschen im Orient die guten Eigenschaften von Fliesen zu schätzen und gestalteten so ihre Fußböden mit Ziegelfliesen. Bis heute gibt es keine vergleichbare Alternative zu Fliesenbelägen.

Die Römer brachten die Fliese nach Europa

Die Römer haben den keramischen Bodenbelag schließlich auch nördlich der Alpen verbreitet. Sogar Fußbodenheizungen haben die Römer damals in ihren Wohnräumen und Thermen eingebaut. Jedoch gerieten Fliesenbeläge zunehmend in Vergessenheit, als das Römische Reich unterging. Stattdessen wurde Kalkmörtel oder Gipsestrich verwendet, der später auch inkrustiert wurde. Das bedeutet, dass Muster in den Estrich eingeritzt und mit farbigem Mörtel gefüllt wurden.

Renaissance der Fliese im 12. Jahrhundert

Erst im 12. Jahrhundert wurde Keramik unter anderem durch die Kreuzzüge, durch die auch ein kultureller Austausch zwischen Orient und Europa stattfand, wieder als Bodenbelag eingesetzt. Oft enthielten die Designs dieser Fliesenböden orientalische und einfache geometrische Muster wie beispielsweie Kreise und Quadrate.

Auch damals gab es schon vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten wie Bemalungen und Ornamente, aber auch Relieffliesen konnten schon hergestellt werden. Seitdem wurden die Herstellungsprozesse für Fliesen kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert, sodass Fliesen noch heute ein wichtiger Bestandteil im Baubereich sind. Geschätzt werden sie heute vor allem für ihre lange Lebensdauer, Umweltfreundlichkeit und ihre hygienischen Eigenschaften.

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