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Mittwoch, 01.06.2016

Fliesen im Außenbereich

Wissenswertes zum Kauf und zur Verlegung von Fliesen im Außenbereich

Fliesen eignen sich generell auch für den Außenbereich. Hier verschönern sie nicht nur Balkone, sondern können etwa auch als Bodenbelag von Terrassen zum Blickfang avancieren. Wer draußen Fliesen verlegen möchte, sollte allerdings im Vorfeld einige Dinge beachten, um später böse Überraschungen zu vermeiden.

Probleme durch Witterung und Wasser bei Fliesen im Außenbereich

Fliesen sind im Außenbereich ständig der Witterung ausgesetzt und können durch diese in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Hauptproblem ist dabei Wasser. Dieses kann etwa nach Regenschauern in kleinste Zwischenräume eindringen. Wenn es nicht schnell genug abläuft, greift die Feuchtigkeit nicht nur den Mörtel an, sondern sorgt möglicherweise auch für unschöne Farbveränderungen. Besonders schwerwiegende Folgen hat die eingedrungene Feuchtigkeit bei Minustemperaturen. Da sich Wasser bekanntlich bei Kälte ausdehnt, übt es bei Frost starken Druck auf Fliesen und Fugen aus. Dadurch entstehen irgendwann mikroskopisch kleine Risse. Durch diese kann dann mehr Wasser eindringen, das für weitere Schäden sorgt. Dieser Vorgang entwickelt sich schnell zu einem wahren Teufelskreis, der letztlich sogar die Bausubstanz angreifen kann.

Vorsicht beim Fliesenkauf – nicht alle Modelle eignen sich für den Außenbereich

Um das oben skizzierte Risiko zu reduzieren und das Ausmaß an Beschädigungen zu vermindern, ist es zunächst wichtig, nur geeignete Fliesen für den Außenbereich zu verwenden. In diesem Zusammenhang sollten Sie unbedingt auf frostsichere Modelle mit einer entsprechenden Kennzeichnung achten. Zudem ist eine möglichst geringe Wasseraufnahmekapazität (am besten ein halbes Prozent oder noch niedriger) empfehlenswert. Für den Außenbereich ist allgemein von den meisten bedruckten oder mit Sand glasierten Fliesen abzuraten. Erfahrungsgemäß setzen hier nämlich Wasser und andere Witterungseinflüsse der Oberfläche stark zu, sodass von der anfangs ansprechenden Optik bald nur noch wenig zu sehen ist.

Mörtel, Verlegeverfahren, Drainage - darauf sollten Sie achten, wenn Sie Fliesen draußen verlegen

Mit der Wahl der geeigneten Fliesen ist es jedoch noch nicht getan. Denn als Angriffspunkt für Feuchtigkeit bleiben ja noch die Fugen. Selbst wenn das Wasser den für draußen geeigneten Fliesen wenig anhaben kann, ist es immer noch in der Lage, Mörtel oder Kleber anzugreifen. Das hat zur Folge, dass einzelne Fliesen bald lose liegen. Um dieses Risiko zu minimieren, greifen Sie am besten auf Fließbettmörtel zurück. Denn mit diesem können Sie Fliesen perfekt in den Untergrund einbetten. Richtig angewendet, bleiben so praktisch keine Hohlräume, in denen sich Feuchtigkeit ansammeln kann. Zudem hält dieser Spezialmörtel Wasser besonders gut zurück. Hervorragende Ergebnisse beim Kampf gegen eindringendes Wasser lassen sich auch mit sogenannten Buttering-Floating-Verlegeverfahren erzielen, bei dem sowohl die Fliesenrückseite als auch der Untergrund mit Kleber eingestrichen wird. Allerdings erhöht sich durch diese Vorgehensweise zwangsläufig die für das Fliesenlegen benötigte Zeit. Ebenfalls zeitaufwendig ist der Aufbau einer Dränung bzw. Drainage, die das eingedrungene Wasser ableitet. Dafür erweisen sich gut konstruierte und richtig angelegte Drainageträgersysteme beim Kampf gegen die Feuchtigkeit allerdings oft auch als sehr leistungsfähig.

Wenn Sie unsere Tipps zum Kauf und zur Verlegung von Fliesen im Außenbereich beachten, haben Sie viel länger Freude an Ihren Terrassen- und Balkonfliesen!

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